Besuch der Konfirmanden aus Dalum und Twist in der Gedenkstätte Esterwegen
Der Besuch in der Gedenkstätte Esterwegen gehört traditionell zur Konfirmandenzeit der beiden Kirchengemeinden dazu.
Die Gedenkstätte Esterwegen ist ein europäischer Gedenkort, der an alle 15 Emslandlager während der Nazizeit und an ihre Opfer erinnert.
Am Ort der heutigen Gedenkstätte errichtete der preußische Staat im Sommer 1933 das Konzentrationslager Esterwegen zur Unterbringung von politischen Häftlingen. Von 1934 bis 1936 unterstand das KZ unmittelbar Heinrich Himmler als Reichsführer der SS. Er löste das KZ 1936 auf. Das Nachfolgelager war das Lager Sachsenhausen bei Berlin. Zu den wohl bekanntesten KZ-Häftlingen in Esterwegen gehört der Friedensnobelpreisträger des Jahres 1935, Carl von Ossietzky. Die Gedenkstätte Esterwegen setzt ein Zeichen gegen Diktatur, Gewaltpolitik und Terror, gegen Nationalismus und Rassismus. Sie fordert auf zum Engagement für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.
Werte, so Pastor Jacobs, die aktuell erneut mehr den je geschützt werden müssen. Die Fahrt solle die jungen Menschen dafür sensibilisieren und deutlich machen, was unter Menschen möglich war und jederzeit wieder möglich ist und dass ein derartiger Hass und menschenverachtende und menschenvernichtende Willkür sich nie wieder austoben dürfen. Nie wieder ist halt jetzt, zitiert Jacobs, der auch Kirchenkreisjugendpastor ist.
Die Konfirmanden wurden durch das Gelände der ehemaligen Baracken und die Ausstellung geführt, erhielten im Rahmen eines jugendgemäßen Vortrags Einblicke in das Lagerleben und erlebten einen meditativen Abschluss in dem auf dem Gelände liegenden Kloster durch die Ordensschwester Brigitte.
Abschließend legten die Konfirmanden an der Begrenzungs- und Gedenkmauer eine Rose für die Opfer des Lagers nieder. Ein „Vater Unser“ für die Opfer und die Bitte um Segen beendeten diese eindrückliche Konfirmandenaktion.


